Mit dieser Frage machte sich das „Team Willkommen“, bestehend aus Sonja Boz, Birgit Klamet, Claas Krosse, Ludger Theile, Annegret Tewes und Christoph Werecki, an einem Augustwochenende auf den Weg, um Wasserflaschen an Fußgänger:innen und Radfahrer:innen zu verteilen. Am Samstag standen die Ehren- und Hauptamtlichen am Fossilienweg, am Sonntag am Ruhrradweg in der MüGa und konnten so insgesamt 400 Wasserflaschen verschenken.
Die Reaktionen waren positiv: „Auf den nächsten 15 Kilometern werde ich an Ihr Geschenk denken“, meinte ein Radfahrer strahlend. Eine Spaziergängerin rief erleichtert: „Sie kommen gerade richtig! Ich habe mein Wasser zuhause vergessen.“ Andere blieben kurz stehen, wechselten ein paar Worte oder nahmen ein Lächeln mit auf den Weg. So entstanden vielfältige Begegnungen mitten im Alltag.
Möglich war das nicht allein wegen des Wassers. Entscheidend war vor allem die Haltung des Teams: Menschen eine Freude zu machen, Interesse an ihnen zu zeigen, Zeit zu schenken und zuzuhören. Gerade darin spiegelt sich ein Stück Evangelium: etwas zu geben, ohne dafür etwas zurückzufordern – und das bewusst an anderen Orten im Zugehen auf den:die Nächste:n.
Und wie geht es weiter? Solche Projekte bleiben punktuell und klar umgrenzt. Doch genau darin liegt ihre Stärke: ohne den Anspruch, Menschen mittelfristig an Bestandsangebote zu binden oder eine sonstige Gegenleistung von ihnen zu erwarten, öffnet sich ein Raum, in dem sich Alltägliches, Zwischenmenschliches und Göttliches berühren können. Es sind passagere Projekte wie dieses, die kommen und gehen dürfen. Und die zeigen: Alles ist im Fluss – auch wir.
Für das Team Willkommen
Claas Krosse
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