Pfarreientwicklungsprozess Gedanken zum Prozess (Teil 3)

gemeinsamaufneuenwegen
Gedanken zum Pfarrei-Entwicklungs-Prozess (P-E-P) – Teil 3

In der vorigen Woche haben wir Reizthemen angesprochen, welche von der Kirche teils ausgeräumt wurden, aber auch teils noch unerledigt sind. Heute fragen wir, ob immer um den heißen Brei herum geredet wird, suchen „weiße Elefanten“ und bringen alles auf den Punkt.

Um den heißen Brei. Weiße Elefanten.

In der Kirche wird immer um den heißen Brei herum geredet. - Das stimmt nicht! - Doch, das stimmt! - Der eine meint es so, der andere so. Was wären denn einige Reizthemen aus unserer Zeit. Hier aus unserer Pfarrei? Hier eine Auswahl von Beispielen. - Die Predigt heute/immer/oft/zu oft war wieder langweilig/gut. Der Kirchenchor singt gut/zu lange/zu unbekannte Lieder. Das Fest-hochamt war gut/nicht gut. Die Katechese zur Kommuni¬on/Fir¬mung war gut/nicht gut. Wir singen in der Messe immer gute/zu alte/zu neue Lieder. Das Gemeindefest war prima/öde. Die Bücherei ist gut ausgestattet/über¬flüssig. Und so weiter, und so fort.

Sie, liebeR LeserIn sind gefragt. Das sind nicht unbedingt dieselben „großen“ Themen, die der Aufmerksamkeit Martin Luthers würdig gewesen wären, aber es sind Themen vor Ort, welche mitentscheiden, ob wir alle uns hier in der Kirche wohlfühlen. Wenn Sie auch „große“ Themen am Herzen haben: nur heraus damit. Im Amerikanischen sagt man, es ist ein weißer Elefant im Zimmer, wenn man beharrlich bestimmte Themen ignoriert, die eigentlich für jeden sichtbar sind. Helfen Sie uns doch bitte mit, zu finden, welche weißen Elefanten denn durch unsere Kirchen laufen.

Auf den Punkt gebracht

1. Geld. Die Kirche kann ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen. Personal, Gebäude und kirchliche Werke verschlingen mehr als jedes Jahr herein kommt. Die Vermarktung von Kunstschätzen ist Illusion: Ihre gigantischen Werte sind meist ideell und würden sofort zu-sammenbrechen, wenn massive Verkäufe stattfänden. Andere Rücklagen und weiteres „Tafelsilber“ gibt es auch nicht, jedenfalls nicht im Bistum Essen.

2. Priestermangel. Niemand will den aufreibenden und entbehrungsreichen Beruf eines Seelsorgers ergreifen. Die Ansprüche steigen ständig. Die Bürokratie nimmt dauernd zu. Die Vereinsamung ist ein ernstes Problem.

3. Keine Gläubigen. Niemand geht mehr in die Kirche. Jedenfalls nicht mehr regelmäßig. Man hört dort nicht mehr, was man versteht. Man kann dort nicht mehr loswerden, was einen bedrückt. Seelsorger und Gläubige leben in verschiedenen Welten. Das gesamte Freizeitverhalten der Menschen ist anders als früher. Die Erwartungen sind teils sehr hoch, teils sehr widersprüchlich.

Am 12.02.2017 ist Pfarreiversammlung unserer gesamten Pfarrei in der Kirche Herz Jesu. In der nächsten Woche bitten wir Sie „auf den Putz“ zu hauen und in der einen oder anderen Form mitzumachen.

Weitere Informationen finden Sie immer auf unserer Homepage www.mariae-himmelfahrt–mh.de 
Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Arbeitsgruppe „Kommunikation“ der Pfarrei St. Mariä Himmelfahrt
Letzte Änderung am Montag, 12 Dezember 2016 19:10

Homepage-Suche...

Pfarrnachrichten im Abo

Bestellen Sie unsere Pfarrnachrichten im Abo. Wir informieren automatisch, wenn die neuen Nachrichten verfügbar sind.

Bitte JavaScript aktivieren, um das Formular zu senden

Franz von Sales

Der Orden unserer Sales-Oblaten aus dem Kloster Saarn. Mehr Infos finden Sie hier.
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok